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365 Meter gestrickte Solidarität – Soziale Stadt retten!

365 Meter gestrickte Solidarität

Von Redaktion. Abgelegt unter Allgemein  |   
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Am 16. März war es soweit. Ein 365 Meter langer Schal aus Strickstücken umrundete mehr als einmal das Gelände um den Südringtreff in Hattersheim. Heike Bülter und Eberhard Roth vom Stadtteilbüro waren überwältigt: „Das hatten wir uns im Traum nicht ausgemalt.” Und auch die rund 200 Unterstützer der Aktion, die zum Strickmob gekommen waren, kamen aus dem Staunen nicht mehr raus.

Seit Anfang Februar, als Bürgermeisterin Antje Köster zu der Aktion aufgerufen hatte, hatten sich an denen mehr als 70 Einzelpersonen und Gruppierungen von der Idee anstecken lassen. Sie lieferten entweder bunte Strickstücke oder spendeten Wolle bzw. Stricknadeln. So war ein beeindruckendes Symbol für den Erhalt des Stadtteilbüros und die Fortführung der Gemeinwesenarbeit in der Hattersheimer Siedlung entstanden.

Von der pfiffigen Aktion hatten sich deutlich mehr Menschen anstecken lassen als erwartet, darunter Bewohner/innen der Siedlung, Mitglieder von Parteien, Mitarbeiter/innen der Hawobau und der Stadtverwaltung sowie Vertreter/innen von zahlreichen städtischen Einrichtungen. Hinzu kamen gestrickte Beiträge aus Hofheim, das neben Hattersheim die einzige Kommune im Main-Taunus-Kreis ist, die am Förderprogramm Soziale Stadt beteiligt ist.
„Ein solches Signal kann von den Entscheidungsträgern in Sachen Soziale Stadt nicht beiseite gewischt werden“, war sich Heike Bülter sicher.
Tatsächlich waren die angereisten Partner aus dem „Bündnis für eine Soziale Stadt in Hessen“ und die politischen Vertreter der Landtagsfraktionen durchaus beeindruckt von dem großartigen Hattersheimer Bekenntnis für das Programm Soziale Stadt und das Quartiersmanagement.

Zur Podiumsdiskussion im Südringtreff über die Zukunft des Sozialen-Stadt-Programms hatte Bürgermeisterin Antje Köster eingeladen. Kontroversen gab es zu der Frage, welche Möglichkeiten Hattersheim mit Auslaufen des Förderprogramms noch habe. Die Vertreter der Landesregierung beschränkten sich darauf, auf die bisherigen Zuschüsse und die Laufzeitbegrenzung des Programms hinzuweisen. Die Vertreterinnen und Vertreter der Oppositionsparteien forderten hingegen größere Anstrengungen von Land und Bund für eine dauerhafte Förderung der sozialen Arbeit in Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf, die auch über das Förderprogramm hinausgehen.

„Das Projekt ist trotz des sichtbaren Erfolgs auf ehrenamtlichen Füßen nicht weiterzuführen“, erklärte die Hattersheimer Bürgermeisterin und ergänzte: „Auch wenn wir eine Nachhaltigkeitserklärung unterschrieben haben, können wir ein professionelles Quartiersmanagement nicht alleine stemmen.“ Ihre abschließende Forderung: „Der Status der Sozialen Stadt muss auch für sogenannte ausgeförderte Standorte erhalten bleiben, damit die Möglichkeit besteht, weiter von Fördermitteln verschiedener Programme und Fördertöpfe zu profitieren.
Ein Filmbericht über die Hattersheimer Strickmob-Aktion ist ab dem 26. März im Hattersheim TV unter www.kanalvier.de zu sehen.

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