Erfolgreiche Impulsgeber für Stadtentwicklung: Kreativquartiere

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Internationalen Fachkonferenz des EU-Projekt CURE analysiert Fallbeispiele

Rund 100 Fachleute und Experten trafen sich am 28./29. März in Essen zu einer ersten internationalen Fachkonferenz im Rahmen des EU-Projektes CURE. An dem Programm zur Erforschung kreativer Stadterneuerung beteiligen sich neben Projekten aus Colchester (England), Edinburg (Schottland), Lille (Frankreich) und Brügge (Belgien) auch drei Fallbeispiele aus der Metropole Ruhr: Das Kreativ.Quartier Lohberg in Dinslaken, die Elbershallen in Hagen und die Scheidt´schen Hallen in Essen-Kettwig.
Untersucht und überprüft werden innerhalb von drei Jahre, Indikatoren und Faktoren für die erfolgreiche Neubelebung von strukturschwachen Stadtteilen, Straßenzügen und stillgelegten Produktionsstätten durch kreativwirtschaftliche Impulse. “Wenn wir die Kreativwirtschaft besser in die Stadtplanung integrieren”, so CURE-Projektleiter Dr. Christian Schmidt, Erster Beigeordneter der Stadt Hagen, „werden auch ihre wichtigen Impulse für die Stadtentwicklung deutlicher”. Gemeinsam mit Heinz Schnetger, Entwickler des Kreativquartiers Scheidt’schen Hallen in Essen-Kettwig hatte er zu der hochrangig besetzten Fachtagung eingeladen. Neben Delegierte der internationalen Projektpartner, Wissenschaftlern, Künstlern und Kreativen, nahmen auch der EU-Abgeordneten Jens Geier, sowie zahlreiche Vertreter aus Ministerien, Verbänden, Wirtschaftsförderungsgesellschaften, Stadt- und Regionalplanung an der Fachtagung teil. “Ich bin der festen Überzeugung, dass sich spezielle Arbeitsumfelder der im Kreativbereich tätigen Menschen und im Umbruch befindliche Stadtquartiere unter bestimmten Voraussetzungen gegenseitig positiv beeinflussen können”, so Heinz Schnetger, “Das Projekt CURE wird wichtige Indikatoren dafür liefern, welche Voraussetzungen das sind”.

Den Zwischenstand der wissenschaftliche Begleitforschung präsentierte zur Halbzeit-Konferenz, Dr. Giep Hagoort, Professor an der Hogeschool voor de Kunsten in Utrecht. Der Fokus der Untersuchung liegt auf Indikatoren, die auf lokale, nationale und internationale Relevanz geprüft werden und als Model und europäische Blaupause, die Wirkmöglichkeiten der Kreativwirtschaft für eine nachhaltige Entwicklung von Stadt und Region definieren sollen. Der sogenannte Kreativ-Zone-Innovator (CZI) zielt darauf ab, vier Erfolgsfaktoren zu etablieren: Den “Flow of Diversity“, das heißt den natürlichen Fluss von Aktivitäten, Akteure und Ereignissen, das “Learning Lab”, die Bereitschaft aller Akteure sich weiter zu entwickeln und zu professionalisieren, eine strukturierte Wertschöpfungskette “Supply Chain”, mit einer Vernetzung von Produktion, Vertrieb, Logistik und Verkauf und die Entwicklung tragfähiger Geschäftsmodelle, das “Cultural Business Modelling”. Vor allem aber müsse bedacht werden, das Kreative, Kunsthandwerker, Designer und Künstler alternative Netzwerk- und Finanzierungsstrukturen benötigen, um eine erfolgreiche nachhaltige, unternehmerische Entwicklung zu beschleunigen. Mit Nachdruck warnte Dr. Hans Mommaas, Professor an der Tilburg University in seinem Vortrag davor, Kreative zu instrumentalisieren, allein die Wertsteigerung der Immobilien zu befördern, um sie später gegen finanziell unabhängige Nachmieter auszutauschen.

Ein begleitender Projektmarkt mit Best-Practise Beispielen aus europäischen Kreativ-Quartieren und ein CURE-Workshop bildete den Rahmen für die erste internationale Fachkonferenz. Weitere Begegnungen auf europäischer Ebene sind geplant. Die nächste Fachkonferenz ist im Frühjahr 2013 in London und die abschließende Ergebnispräsentation im Dezember 2013 in Hagen.
Weitere Infos: www.cure-web.eu

Kontakt: Projektkoordination, Meike Sturm, cep sturm, Tel. +49(0)201 47 40 12 38,
E-Mail: meike@cep-sturm.de

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