Praxis

Was würde alles nicht mehr stattfinden, wenn die Förderung über das Programm Soziale Stadt weiter gekürzt, anstatt wieder erhöht wird?

Hier finden Sie nach und nach Beispielprojekte aus verschiedenen QM-Gebieten.
Der Tipp für alle, die sich einen noch besseren Eindruck von der Vielfalt an Projekten und Aktionen in den einzelnen Kiezen verschaffen möchten: Klicken Sie auf die Überschriften und stöbern Sie über das jeweilige Projekt hinaus auf den Internetseiten der Quartiersmanagement-Gebiete – fröhliches Entdecken!

 

QM Mehringplatz (Berlin-Kreuzberg)
Zukunftswerkstatt Mehringplatz

Bei der Zukunftswerkstatt MehringplatzVon April bis Juni 2011 fand die “Zukunftswerkstatt Mehringplatz 2011″ mit dem Höhepunkt des Workshop-Wochenendes im Mai 2011 statt. Ziel war es, in den nächsten fünf bis zehn Jahren eine positive Veränderung im Quartier herbeizuführen. Die Zukunftswerkstatt hat hierfür den Grundstein gelegt. Insgesamt kamen über 140 VertreterInnen aus der Bewohnerschaft sowie lokaler Vereine, Institutionen und Gewerbetreibende, der Bezirksbürgermeister sowie Vertreter der Verwaltung und Wohnungsunternehmen zusammen, um eine gemeinsame Vision und Leitlinien für die zukünftige Entwicklung am Mehringplatz zu
erarbeiten. Die Notwendigkeiten und Möglichkeiten für eine neue Weichenstellung wurden in einem zweitägigen Workshop intensiv diskutiert. Im Anschluss bildeten sich zu fünf Oberthemen Arbeitsgruppen, welche die angestoßenen Prozesse weiter bearbeiten. Das kooperative Zusammenspiel aller Akteure ermöglicht die Verwirklichung der gemeinsamen Vision: Zurück zu einem der schönsten Plätze Berlins!

 

QM Ganghofer Straße (Berlin-Neukölln)
Kursangebote im Familienkompetenzzentrum der Kita Mosaik (2011-2012)

Mit Mitteln des Konjunkturprogramms wurde ein an die Kita Mosaik angeschlossenes Familienkompetenzzentrum erbaut. Leider standen keine Mittel zur Verfügung, um das Zentrum mit Inhalten zu füllen. Hier setzt dieses Projekt an. Es sollen vielfältige Familien-/Eltern-/Kind-Kursangebote stattfinden (z.B. Nähkurse, PEKip, Mutter-Kind-Café, Vätergruppe…). Durch aufsuchende Arbeit soll der TeilnehmerInnenkreis über Eltern von Kindern, die bereits in der Kita Mosaik sind, hinaus um Mütter und Väter, die nur bedingt gesellschaftlich eingebunden sind, erweitert werden. Ziel ist die Steigerung der Erziehungskompetenzen, die Intensivierung der Eltern-Kind-Beziehung,die Erweiterung des Aktionsraums und sozialen Umfeldes gerade junger Mütter mit Migrationshintergrund, die Erhöhung des Anteils von migrantischen Eltern, die ihr Kind frühzeitig in die Kita schicken, die Verbesserung der Spracherziehung und vieles mehr.

 

QM Mariannenplatz (Berlin-Kreuzberg)
Naturwissenschaftlich-technische Lernwerkstatt (2011-2013)

Im Gebiet Mariannenplatz wird zurzeit eine naturwissenschaftlich-technische Lernwerkstatt eingerichtet.
Die Lernwerkstatt steht Kitas und Grundschulen aus dem Gebiet nach den Sommerferien 2011 zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung.
Projektziel ist neben der Sprachförderung auch die Förderung des Übergangs Kita-Grundschule.

 

QM Gropiusstadt/Lipschitzallee (Berlin-Neukölln)
Bildungsverbund Gropiusstadt

Eines der größten Potenziale der Gropiusstadt ist das vielfältige Bildungsangebot das im Bildungsverbund, dem Zusammenschluss von Kitas, Schulen und Jugendeinrichtungen, genutzt und gestärkt wird. Ein attraktiver Bildungsstandort mit modernen Angeboten, die die Chancengleichheit von Kindern und Jugendlichen gewährleisten, kann die Abwanderung von Mittelschichten verhindern und somit Segregationsprozessen innerhalb des Quartiers entgegen wirken.
Der Verbund zielt zum einen auf die integrierte Schul- und Stadtteilentwicklung, zum anderen auf die Beteiligung und Vernetzung der Gebietsakteure. An den vier verschiedenen Bildungsstandorten sollen zeitgemäße Antworten auf wichtige gesellschaftliche Veränderungen im Zusammenhang mit den Themen Migration, Integration und demografischer Wandel gefunden werden.
Würde die weitere Förderung des Bildungsverbundes aufgrund von  Mittelkürzungen wegfallen, bliebe ein wichtiges Instrument zur attraktiven Entwicklung der Gropiusstadt auf der Strecke.

 

QM Magdeburger Platz – Tiergarten Süd (Berlin-Mitte)
Interkulturelles Netzwerk im QM-Gebiet Magdeburger Platz (2010-2011)

logoSeit Anfang 2010 finden regelmäßige Treffen statt, bei denen alle an einem friedlichen Zusammenleben der verschiedenen Religionen und Kulturen im Stadtteil interessierten Menschen an einem Tisch zusammen kommen.
Sie lernen sich so besser kennen, tauschen sich aus,  entwickeln gemeinsam Initiativen und Aktionen – und tragen dadurch dazu bei, den Entwicklungsprozess im Stadtteil positiv zu gestalten.

 

QM Wrangelkiez (Berlin Friedrichshain-Kreuzberg)
Schooltalks – Berufsorientierung durch Vorbilder

logoBerufsberatung mal anders: Im Zuge der Schulprofilentwicklung an der neuen Sekundarschule Skalitzer Straße werden für die 9. und 10. Klassen Gesprächsrunden mit Vorbildern aus verschiedenen Berufsgruppen organisiert und moderiert. Da es wenige Vorbilder in der Umgebung der Schüler/innen gibt, ist es das Ziel, durch die Begegnung mit den Vorbildern die Jugendlichen zu motivieren, unterschiedliche Berufsfelder bekannt zu machen und den Erfahrungsaustausch zu ermöglichen. Die Schüler/innen werden angeregt, sich mit Beruf und Ausbildung auseinander zu setzen und eigene Ziele zu entwickeln. Drei Macher-Gruppen, bestehend aus Schüler/innen der 10. Klassen, sind über redaktionelle Arbeit, Filmerstellung und den Bau eines Talkwagens besonders stark in die Umsetzung des Projektes miteinbezogen.

 

QM Schöneberger Norden (Berlin Tempelhof-Schöneberg)
Bildungsbotschafter (2010–2012)

logoDie Bildungsbotschafter sind mit anderen Projekten Teil einer umfassenden Bildungsoffensive im Schöneberger Norden. Im Mittelpunkt des Projektes stehen Qualifizierung und Begleitung von Müttern und Vätern aus zwei Grundschulen im Quartier als Bildungsbotschafter/innen. Mit Hilfe der Bildungsbotschafter/innen wird die Erziehungskompetenz von anderen Eltern erhöht und sie werden in ihrer Rolle als positive Vorbilder gestützt. So können die Bildungschancen der Kinder verbessert werden.
Nach einer mehrmonatigen Grundqualifizierung informieren, beraten und aktivieren die 10 Teilnehmer/innen andere Eltern z.B. über Bildungsangebote im Stadtteil oder über wichtige Alltagsfragen in Sachen Bildung, wie Einschulung oder Elternengagement in Schulen, und sie stellen den Kontakt zu Institutionen her. Die Botschafter/innen arbeiten regelmäßig an den beiden Grundschulen. Sie sind in Nachbarschaftseinrichtungen oder auf Stadtteilfesten aktiv.  Sie werden im Hintergrund begleitet, gecoacht und vertiefend qualifiziert.

 

QM Reuterplatz (Berlin-Neukölln)
Natur–Erlebnispädagogisches Bildungsverbundprojekt „Schule im Wald“ für Neuköllner Grundschulen
Kinder im WaldNeuköllner Kinder lernen Verantwortung, Teamarbeit und ökologische Zusammenhänge in für sie ungewohnter Umgebung: im Wald.
„Schule im Wald“ sensibilisiert Stadtkinder für Pflanzen, Tiere und Ökosysteme direkt vor Ort im Berliner Forst Grünau. Durch die erlebnispädagogische und interaktive Methode des Projekts lernen Kinder nachhaltig – nicht nur das Wissen über die Natur wird dabei vermittelt, sondern vor allem werden auch die sozialen Kompetenzen der einzelnen Schüler gestärkt, so dass ein integrativer Klassenverband entsteht.

 

QM Schillerpromenade (Berlin-Neukölln)
Elternschule/Elterncafé an der Karl-Weise-Grundschule
Viele Kinder und Jugendliche werden in ihrem Schulalltag nur unzureichend von ihren Eltern unterstützt. Die Folge kann bereits im frühen Grundschulalter eine Vielzahl von Problemen wie Schuldistanziertheit oder Schulangst sein. Hier setzt das Projekt Elternschule/Elterncafé an der Karl-Weise-Grundschule an. Es richtet sich vor allem an Eltern, die die bestehenden Unterstützungsangebote nicht nutzen, sich zu wenig für den Bildungsweg ihrer Kinder interessieren und nur schwer erreicht werden können. Dabei steht die aufsuchende Elternarbeit im Vordergrund.
Die Elternschule wurde zunächst als „Soziale Stadt“-Projekt initiiert und soll ab 2011 durch eine Kofinanzierung von QM und dem Jugendamt weiter gefördert werden. Gelingt dies wegen der drohenden Kürzungen nicht, fällt eine wichtige Säule der Sozialarbeit an der Grundschule weg. So bildeten sich bereits nachhaltige Strukturen durch die Arbeit im Elterncafé. Väter und Mütter wurden in die Lage versetzt, sich bei der Organisation auch langfristig einzubringen, über die Jahre aufgebaute Kontakte und Vertrauensverhältnisse würden wegbrechen.

 

QM Richardplatz Süd (Berlin-Neukölln)
7 auf einen Streich – das Näh- und WerkStudio
Das Näh- und Werkstudio im QM-Gebiet Richardplatz Süd existiert in seiner jetzigen Form seit 2008 und versteht sich als Ort für Begegnung, Lernen, Beschäftigung und Qualifizierung. Es bietet ein umfangreiches Bildungsangebot aus unterschiedlichen handwerklichen Bereichen an und stellt verschiedene Dienstleistungen für soziale Akteure, Projekte, Bildungseinrichtungen und die Bewohner im Quartier zur Verfügung.

 

QM Sparrplatz/Sprengelkiez (Berlin-Mitte)
Jobcoaching und Ausbildungsplatzbörse
Unter dem Namen compass.mitte am Sparrplatz gibt es seit August 2009 für junge Menschen aus dem Stadtteil Beratung, Begleitung und Vermittlung bei Fragen rund um Ausbildung und Beruf. Von den betreuten Jugendlichen haben sich einige entschieden, wieder die Schulbank zu drücken oder konnten erfolgreich in eine Arbeitsstelle vermittelt werden. Außerdem werden Gewerbetreibende aus dem Kiez bei der Suche nach geeigneten Auszubildenden, Arbeitskräften bzw. Praktikanten und bei Fragen zur finanziellen Förderung für Ausbildungsbetriebe unterstützt.

 

QM Pankstraße (Berlin-Mitte)
Kultureller Bildungsverbund Pankstraße

Das Projekt ist eine modellhafte Kooperation des Bezirks Mitte zur nachhaltigen Verankerung von kulturellen Bildungsangeboten bei Kindern und Jugendlichen. Die Schwerpunkte sind Darstellendes Spiel und Musik als verbindendes Element der Arbeit der Kindertagesstätten, der Grundschulen und der Oberschule. Kulturelle Bildung und insbesondere das Genre Darstellendes Spiel tragen zur Sprachförderung und einem besseren Ausdrucksvermögen der Kinder und Jugendlichen bei.

Beteiligt sind Kindertagesstätten, Grundschulen und Sekundarschulen sowie das Kinder- und Jugendkunsthaus Schönwalder Straße. Ebenso einbezogen ist das Amt für Weiterbildung und Kultur mit seinen Fachbereichen Kunst und Kultur, Bibliotheken, Musikschule und Volkshochschule. (Foto: Kultureller Bildungsverbund Pankstraße, (c) Anna-D. Falkenstein)

 

QM Hellersdorfer Promenade (Berlin Marzahn-Hellersdorf)
Familienangebote im Quartier /BUNTES HAUS
Das BUNTE HAUS ist ein Familien- und Kieztreff der gemeinnützigen Kinder- und Jugendhilfegesellschaft “Roter Baum” in einem gründlich renovierten, zuvor leer stehenden Eckladen. Drei Partner bündeln hier ihre soziokulturellen Angebote. Der “Rote Baum” betreibt dort sein KiezCafé. Der BildKlexRaum der Alice-Salomon-Hochschule (ASH) richtet sich an junge Mütter und Väter und ihre Kinder jeden Alters. Die neue KleiderStube des Arbeitslosenzentrums Hellersdorf bietet Kleidung für Bedürftige. Das Projekt „janz nah draussen“ organisiert Ausflüge für die ganze Familie und versteht sich als wichtiger Impulsgeber für ein besseres Familienleben.

 

QM Körnerpark (Berlin-Neukölln)
Coole Kids – Kinderfreizeit im Körnerkiez
Die Spiel- und Freizeitangebote für Kinder im Umfeld des Körnerparks sind sehr begrenzt. Viele Kinder leben in beengten Wohnverhältnissen und nehmen an organisierten Angeboten in Freizeiteinrichtungen nicht teil. Das Projekt des Nachbarschaftsheims Neukölln möchte vor allem die Kinder erreichen, die sich auf den Straßen, Plätzen und in Hinterhöfen aufhalten. Die kostenlosen Aktivitäten finden meist draußen, auf Straßen, Spielplätzen, öffentlichen Plätzen und im Körnerpark statt – hauptsächlich an Wochenenden und in den Ferien.

Neben Kreativangeboten wie Batiken, Schmuck herstellen, Malen, etc. sind die Kinder sehr an Sport wie Hockey, Basketball und Fußball interessiert. Dafür wurden verschiedene Sportgeräte wie beispielsweise eine Fußballanlage angeschafft und auf dem Bolzplatz auf dem Schierker Platz aufgebaut. Neben Ausflügen in die Umgebung, z.B. zum Müggelsee, Zoo, Tierpark Friedrichsfelde, zum Hertha BSC-Training im Olympia-Stadion und zum Kindertag der Berliner Polizei wurden u.a. eine Spielplatzolympiade, Foto- und Videosafaris durch den Kiez und eine Kiezrallye veranstaltet.

 

QM Falkenhagener Feld-Ost (Berlin-Spandau)
Kein Schüler ohne Schulabschluss
Im Falkenhagener Feld leben überdurchschnittlich viele Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Familien, die soziale, kulturelle, motorische und schulische Defizite aufweisen. Der Anteil an Kindern, die einen Schulabschluss erwerben, ist weit unterdurchschnittlich. Mit dem Projekt „Kein Schüler ohne Schulabschluss“ werden diese Defizite abgebaut. Durch die Einrichtung einer besonderen Schulabschlussklasse wird Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben, den einfachen Hauptschulabschluss zu erreichen. Die reguläre schulische Förderung wird in Zusammenarbeit mit externen Betrieben durch einen großen praktischen und handwerklichen Teil erweitert. Durch ein zusätzliches Angebot – wie musische, handwerkliche und künstlerische AGs – werden darüber hinaus die individuellen Fähigkeiten der Jugendlichen gefördert. Ergänzt wird das Angebot durch die Hausaufgabenbetreuung und Elternseminare.

 

QM Heerstraße (Berlin-Spandau)
Schatzsuche – Theaterarbeit an den Grundschulen

Zum Schuljahresende 2011 begeisterte das von Grips-Werke e.V. getragene Projekt “Schatzsuche – Theaterarbeit an der Grundschule” Lehrer, Eltern, Angehörige und Freunde bei den Aufführungen an den beiden Grundschulen im Quartier. Mit von den Schüler/innen entwickelten Szenen von den “Fürchterlichen Fünf” an der Grundschule am Amalienhof bewiesen die Schüler/innen ihre Kreativität und die ganze Schule wurde zur Bühne beim Theaterspektakel an der Christian-Morgenstern-Grundschule.
In der Kategorie “Theater” des Wettbewerbs “Kinder zum Olymp” wurde die Schatzsuche mit dem Preis der Kulturstiftung der Länder ausgezeichnet.

Übrigens ist aus dem Projekt auch eine Patenschaft, eine Kooperation zwischen Schule und Grips-Theater entstanden. Ein gutes Beispiel wie aus Projektförderung eine nachhaltige, “verstetigte” Zusammenarbeit zur Verbesserung der Bildungschancen im Quartier entstehen kann.

 

QM Moabit-West (Berlin-Mitte)
Mütter für Mütter − MüfüMü

2006 startete das Projekt mit der Ausbildung der Mütter als Multiplikatorinnen. Die so genannten „MüfüMüs“ haben gute Deutschkenntnisse und ein hohes Maß an sozialer Kompetenz. Sie werden in Schulungen zu Themen wie Gesundheitsförderung, Erziehung, Berliner Bildungssystem, politische Bildung, Partnerproblemen sowie zu Angeboten im Stadtteil weitergebildet und auf ihre beratende Tätigkeit vorbereitet.

Mit diesem Wissen besuchen sie andere Mütter und deren Familien aus dem gleichen kulturellen und sozialen Milieu. Sie informieren über die bestehenden Beratungs-, Bildungs- und Freizeitangebote oder unterstützen bei Arzt- und Krankenhausbesuchen, bei Schulproblemen oder Erziehungsfragen, bei finanziellen Notlagen oder beim Ausfüllen von Formularen.

Das Projekt leistet einen Beitrag zur interkulturellen Stärkung von Müttern und Familien und schafft eine Brücke zwischen den Bedürfnissen der Familien mit Migrationserfahrung und den verschiedenen Beratungs- und Freizeitangeboten im Quartier. Die Projektidee setzt auf die eigene Migrations- und Integrationserfahrung der Multiplikatorinnen, die leichter Zugang und Vertrauen zur Zielgruppe finden.

 

QM Letteplatz (Berlin-Reinickendorf)
Der Letteplatz als Treffpunkt für alle Anwohner
Der Letteplatz ist das Herzstück des Kiezes und durch seine vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten ein Treffpunkt für alle Anwohner. Das war nicht immer so: Vor einigen Jahren gab es ein wachsendes Unsicherheitsgefühl der Anwohner, weil sich dort verstärkt auffällige Jugendliche und Erwachsene aufhielten und der Ort als unsicher galt.
Um den Platz wieder positiv zu besetzten und für alle zugänglich zu machen, wurde das „LetteProjekt“ ins Leben gerufen. Es bietet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Gelegenheit, Sozialarbeiter direkt auf dem Platz anzutreffen, die Spiel- und Sportgeräte verleihen und ein Ohr für Sorgen und Bedürfnisse haben. Zusätzlich wird seit 2010 das Projekt „LetteSports“ von Evin e.V. in Kooperation mit den Reinickendorfer Füchsen durchgeführt. Ziel ist es, Kinder auf dem Platz zu erreichen, ihr  Interesse an sportlichen Aktivitäten zu wecken und ihre sozialen Kompetenzen zu stärken.
Die Realisierung dieser Projekte ist vor allem durch den mittlerweile umfangreich erneuerten Letteplatz möglich. Vor seiner Neugestaltung war der marode Zustand der Sportfläche, die unzureichende Ausstattung des Spielbereichs und der wenig einladende Charakter des Platzes Grund für vielfältige Kritik der Bewohner gewesen.

 

QM Zentrum Kreuzberg/Oranienstraße (Berlin-Kreuzberg)
„Kita- Lotsen“ (2010- 2011)
„Kita- Lotsen“ ist ein Projekt zur Erleichterung des Schuleintritts von Vorschulkindern. In einer eigens hierfür eingerichteten Lernwerkstatt werden altersgerechte, naturwissenschaftliche Experimente durchgeführt, die den Kindern einerseits Phänomene der natürlichen Umgebung vermitteln – und damit ihr Verständnis für die Umwelt entwickeln – und andererseits ihre Sprachfähigkeit fördern.
Beim Experimentieren werden die Vorschüler von hierfür geschulten Patenklassen der Jens- Nydahl- Grundschule, den „Kita- Lotsen“, unterstützt. Die Schüler laden die Kinder der Kitas darüber hinaus ein, ihre Schule und ihren Schulalltag kennenzulernen. Die Zusammenarbeit mit den Eltern und die Einbindung lokaler Akteure, wie der Stadtteilmütter und der VHS Friedrichshain-Kreuzberg sind weitere Bausteine dieses Projekts, das auch 2012-2013 weiter gefördert werden soll.

 

QM Brunnenviertel-Brunnenstraße – Berlin-Mitte

WIB – Wir im Brunnenviertel
Seit 2006 bietet das WIB-Projekt Anwohner/innen die Möglichkeit, nach ihren eigenen Fähigkeiten und Interessen gegen eine kleine Aufwandsentschädigung Miniprojekte im Brunnenviertel anzubieten. Teilprojekte waren „WIB-Jugend“, „WIB“ (Heimvorteil) und „WIB-Brunnen gesund!“, welches neben dem Angebot von Miniprojekten im Gesundheits- und Elternaktivierungsbereich auch Gesundheitslotsen ausbildete. Das Projekt nutzt und fördert die bestehenden Ressourcen und Potentiale der Bewohner/innen. Die Miniprojekte beleben das Quartier und fördern eine sozialräumliche Vernetzung und eine aktive Beteiligung der Bürger/innen an Entscheidungen der Quartiersentwicklung.

In Eigenverantwortung entstanden mittlerweile über 200 Kurse oder Einzeltätigkeiten, die sich direkt an den Bedürfnissen und Vorstellungen der Beteiligten orientierten. Die Projektkoordinatorinnen unterstützen Miniprojektmachern mit ihrem Know-how zu Projektkonzeption und Durchführung. Die eigentliche Entwicklung, Organisation, Werbung und Durchführung der Projekte liegt in der Verantwortung der Miniprojekte, aus denen mittlerweile auch selbständige Soziale-Stadt-Projekte erwachsen.

 

QM Rollbergsiedlung – Berlin-Neukölln

Die Sommeruni
Sechs Wochen Sommerferien können lang sein, besonders wenn keine Urlaubsreise ansteht. Die Sommeruni auf dem Falkplatz bietet den daheimgebliebenen Kindern und Jugendlichen ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Programm. Täglich nehmen etwa 200 bis 250 Kinder und Jugendliche das Angebot. Spiel und Spaß stehen dabei im Vordergrund, gleichzeitig wird aber auch viel Wissen und Erfahrung vermittelt.

In den letzten Jahren ist der Fokus immer stärker in den Bereich Bildung gerückt. Das Angebot reicht von Sportwettbewerben für die Energiegeladenen über Brettspiele für Denksportler oder Rap-Workshops für Kreative bis hin zu naturwissenschaftlichen Projekten wie „Zauberhafte Physik“, in denen spannende Mitmach-Experimente stattfinden. Die dreiwöchige Veranstaltung ist inzwischen über den Rollberg hinaus bekannt und hat sich zu einem Leuchtturmprojekt des Kiezes entwickelt.

QM Brunnenviertel-Ackerstraße (Berlin-Mitte)

Familienzentrum Wattstraßefamilienzentrum wattstraßeAngesiedelt in einer zum multifunktionalen Familienzentrum umgebauten Kita und gemeinsam mit den Kooperationspartnern werden den Familien vor Ort Deutschkurse, gesunde Ernährung, Unter­stützung in Erziehungsfragen sowie Anre­gung zu Aktivitäten, Eigenständigkeit und Eigenverantwortung angeboten. Durch Besuche etwa von Museen, Theatern oder Bibliotheken werden die Familien motiviert, auch an­dere Sozialräume kennen zu lernen und diese selbstständig aufzusuchen. Durch niedrigschwellige Angebote sollen junge Familien frühzeitig errei­cht werden, um so eine bessere Förderung und Unterstützung zu ermöglichen.
Das von Pfefferwerk erstellte Konzept wird von Akteuren des Sozialraumes dem Bezirksamt Mitte zur Profilschär­fung begleitet. In enger Zusammenarbeit mit dem QM werden die Angebote den Bedarfen der Kinder, Familien und Anwohner/innen angepasst. (Foto: S. Engelbrecht)


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