Streitgespräch am 23. August 2011: Soziale Stadt retten – aber wie?

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“Soziale Stadt” retten – aber wie? Diskutieren Sie mit uns und den Berliner Abgeordneten im PallasT in Schöneberg.

"Soziale Stadt" retten - aber wie?

In einem Streitgespräch vor der anstehenden Abgeordnetenhauswahl im September möchten wir mit Experten aus der Berliner Politik und Ihnen über die Zukunft der “Sozialen Stadt” ab 2012 diskutieren.

Gemeinsam wollen wir erörtern, wie es vor dem Hintergrund weiterer Restriktionen eine Zukunft für das Förderprogramm geben kann, welche Entwicklungs­chancen für die Quartiere gesehen werden und wie das Programm “Soziale Stadt” gestaltet werden muss, um eine positive Entwicklung und schwerpunktmäßige Stärkung der unterschiedlichen Quartiere mit ihren Menschen und Ressourcen vor Ort weiter voranzutreiben.

Die Veranstaltung findet statt am
23. August 2011
von 18.00 – 20.30 Uhr im PallasT
Pallasstraße 35 (Ecke Potsdamer Straße), 10781 Berlin

Auf dem Podium können wir Vertreter/innen der Berliner Parteien begrüßen, Prof. Dr. Simon Güntner wird ein kurzes Input zur “Sozialen Stadt” geben und anschließend mit den Podiumsgästen zur Zukunft des Programms mitdiskutieren.

  • Ellen Haußdörfer (SPD) – stadtentwicklungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion
  • Matthias Brauner (CDU) – Sprecher im Ausschuss für Bauen und Wohnen
  • Jutta Matuschek (Die Linke) – verkehrspolitische Sprecherin der Linke-Fraktion
  • Antje Kapek (Bündnis 90 / Die Grünen) – Fraktionssprecherin
  • N. N. (FDP) – angefragt
  • Experte: Prof. Dr. Simon Güntner – Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
  • Moderation: Silvia Fehrmann – Bereichsleiterin Kommunikation, Haus der Kulturen der Welt
  • Komoderation: Ulrich Lautenschläger – Mieterberatung Prenzlauer Berg GmbH, AKQ

Wir freuen uns, wenn Sie die Rettung der “Sozialen Stadt” mit unterstützen und laden Sie herzlich zum Streitgespräch ein!

Hier finden Sie die  Einladung zum Streitgespräch zum Ausdrucken und Weitergeben (PDF 130 kb).

Wie Sie hinkommen

Hintergrund
Seit nunmehr 11 Jahren werden mit Hilfe des Programms “Soziale Stadt” Menschen und Ressourcen für eine positive Entwicklung der Quartiere aktiviert. Unzählige soziokulturelle und investive Maßnahmen wurden in einem schwierigen Umfeld erfolgreich umgesetzt. In der Praxis konnten sichtbare Erfolge erzielt werden und dazu beitragen, dass sich diese sogenannten “Problemgebiete” zu funktionierenden und lebenswerten Nachbarschaften entwickeln können.

Der Arbeitskreis der Berliner Quartiersmanagementbeauftragten (AKQ) hält Quartiersmanagement für einen unverzichtbaren und wesentlichen Baustein einer sozialen Stadtentwicklung. Wir vertreten 17 Institutionen, die seit 1999 in nunmehr 34 Gebieten Berlins das Quartiersmanagement-Verfahren im Auftrag des Landes Berlin umsetzen. Das Land Berlin hat durch die Übernahme der von der Bundesregierung gekürzten Fördermittel 2011 eindeutig Stellung bezogen und sich für eine “Soziale Stadt” stark gemacht. Doch wie sieht die Zukunft aus?

-  “Soziale Stadt retten – aber wie?” ist eine Veranstaltung des Arbeitskreises Berliner Quartiersmanagement Beauftragter (AKQ) in Kooperation mit der Stiftung Leben in Berlin.

5 Kommentare

  1. Kommentare von thombar:

    aus den beiden kommentaren zu meinem spricht in erster linie die typische haltung einer zementierten sozialindustrie die am erhalt ihrer arbeitsplätze interessiert ist, aber die realitäten an den sozialen brennpunkten fast komplett negiert!

    natürlich kann ein programm wie die soziale stadt nicht die verfehlungen einer falschen integrationspolitik ausbügeln, da bin ich mit ihnen 100 % einer meinung! deshalb vertrete ich ja die auffassung das man diese unnötigen ausgaben einfach in sinnvollere umrubeln sollte. statt wie leider üblich die integration zu verhindern indem man ghettos schafft und diese mit qm-arbeit noch festschreibt, sollte man migranten integrieren indem man ihnen die gleichen möglichkeiten zum sozialen aufstieg bietet wie allen anderen bürgern auch. das diese insgesamt erbärmlich sind wissen alle, es ist aufgabe der politik dies für alle zu ändern. ein qm oder ein programm soziale stadt kann das de facto nicht!

    mit den massnahmen die sich fast ausschliesslich an die migranten wenden, generiert man beim rest der bevölkerung eine sicherlich alberne neidhaltung a la “die migranten bekommen mal wieder eine extrawurst gebraten”. diese meinung entspricht absolut nicht meiner, ist jedoch eine im kiez oft gehörte und kommt selbst bei den migranten so an! so wird genau das gegenteil von dem bewirkt was man eigentlich wollte. es entsteht in diesen ghettos bei den restlichen ethnien regelrechter migrantenhass, da man so die eine randgruppe gegen die andere aufbringt. das altbekannte “teile und herrsche” also (verteile hass und herrsche alleine!)

    es gibt inzwischen hier im kiez eine veritable anzahl migranten die sich von diesen angeboten des qm´s zurückziehen, weil sie dort sehr hässliche erfahrungen machen die ich hier nicht widergeben möchte…..

    sie sollten dies endlich mal zur kenntniss nehmen und die nötigen schlüsse daraus ziehen!

    eine sinnvolle zusammenarbeit mit dem qm vor ort ist unmöglich, da man leider jegliche kritik abblockt und kritische mitarbeiter regelrecht hinausekelt. diese erfahrung habe nicht nur ich machen müssen.

    auch ihr argument des eingegrenzten blickes ist bei mir fehl am platz. ich habe auch in anderen städten gelebt und auch andere integrationsarbeit gesehen. diese war solange eroflgreich wie es nicht zur ghettobildung kam, und das gesamte soziale umfeld gestimmt hat. diese “arbeit” bestand einfach nur darin das die migranten mitten in der gesellschaft ihren platz fanden ohne ihre wurzeln verleugnen zu müssen.

    diese “arbeit” wurde von keiner institution gesteuert und hat keinen cent gekostet. es bedurfte nur der gesellschaftlichen akzeptanz aller, und keinerlei sonderbehandlungen für wen auch immer. dies scheint ein berlinspezifisches problem zu sein, das man schleunigst abschaffen sollte, da es extrem kontraproduktiv ist!

    • Kommentare von thombar:

      noch einmal und abschließend, Herr Thomabar, “Soziale Stadt” ist nicht auf “Sozialarbeit” und nur auf “Integration von Migranten” zur reduzieren oder besteht gar ausschließlich aus “QM”. Das meinte ich mit eng und wenig differenziert. Sie fallen da offensichtlich in die gleiche Falle, wie der Herr Bundesminister!
      Offensichtlich können Sie auch nicht von guten Argumenten überzeugt werden, …das soll es geben. MfG, Feldmann

  2. Kommentare von Alexandra Kast, AKQ:

    Sehr geehrte/r “thombar”,

    auf Ihren Kommentar zu den “migrantischen Kaffeekränzchen” möchte ich gerne kurz eingehen. In der Tat werden über die QMs neben Projekten zur interkulturellen Begegnung ganz bewusst auch Projekte gefördert, in denen z.B. nur Frauen oder nur Menschen mit einem bestimmten kulturellen Hintergrund zusammenkommen. Wenn wir von “Integration” sprechen, dann meinen wir damit vor allem die soziale Integration, also die Integration über soziale Kontakte, aber auch z.B. über den Arbeitsmarkt. In der sozialwissenschaftlichen Forschung geht man davon aus, dass die Integration in eine Gruppe z.B. aus dem eigenen Heimatland durchaus auch für die Integration in die “Mehrheitsgesellschaft” hilfreich ist. So können hier zunächst Kontakte geknüpft werden, Rat gesucht werden, Selbstbewusstsein aufgebaut werden. Was die Sprache angeht, so wird von vielen Sprachwissenschaftlern angeführt, dass die Sprachbildung oder auch Alphabetisierung zunächst in der Muttersprache passieren muss, bevor eine Zweitsprache (z.B. Deutsch)erfolgreich erlernt werden kann. Deswegen werden z.B. auch Türkisch- und Arabisch-Kurse angeboten.
    Das Ziel hierbei ist und bleibt ein friedliches Zusammenleben der Menschen aller Kulturen und eine Verständigung in der deutschen Sprache.
    Dies als Erklärung für die Ihnen vielleicht seltsam anmutenden “migrantischen Kaffeekränzchen”.
    Nichtsdestotrotz gibt es bei hunderten Projekten sicher auch mal welche, die weniger sinnvoll sind als andere. Es ist schön, dass Sie als interessierte/r Anwohner/in die Angebote auch kritisch betrachten. Ihr Feedback ist sehr wertvoll, besonders wenn Sie negative Entwicklungen wie eine Zunahme von Gewaltvorfällen o.ä. beobachten. Ich würde Ihnen jedoch ans Herz legen, sich hierzu direkt mit “Ihrem” QM-Team am Mehringplatz auszutauschen.
    Dass es jedoch DURCH das Programm “Soziale Stadt” zu einer Zunahme von Gewalt odr desintegrativen Tendenzen gekommen sein soll, halte ich für wenig realistisch.

    Freundliche Grüße

    A. Kast

  3. Kommentare von Janine Feldmann:

    Enge Sicht und falsche Erwartungshaltung

    Teilnehmer Thombar sieht leider nur seine kleine Welt in Kreuzberg und diskutiert auch nicht besonders differenziert. Das ist bis zu einem gewissen Grad auch legitim.

    Die Situation in Kreuzberg vermag ich nicht im Detail zu beurteilen. Aber ich kenne viele gute Projekte bundesweit. Insbesondere im Ruhrgebiet wurden in der Kombination von baulichen, sozialen und lokal-ökonomischen Projekten erst vielen Stadtteilen eine echte Perspektive eröffnet und das Zusammenleben im Quartier gestärkt. Diese Erfolge sind vielfach dokumentiert und evaluiert.
    Bei der Sozialen Stadt geht es geht gerade um das Kombinieren der genannten Handlungsfelder („integrierte“-Projekte). Herr Ramsauer macht aus diesem besonderen und erfolgreichen Programm nur noch ein Investitionsprogramm in Steine (sein Programm soll nun künftig heißen „Soziale Stadt – Investition im Quartier“). Das ist sehr fatal und politisch kurzsichtig.
    Ich empfehle Herr Thombar und anderen Interessierten, sich mit der Programmatik der Sozialen Stadt tiefer auseinander zu setzen. Überlegen Sie mal, wie die Situation eskalieren würde, wenn es das QM nicht gegeben hätte. Viele Jahre Fehlpolitik in Fragen der Integration lässt sich eben nicht innerhalb weniger Jahre oder einer Generation heilen. Ganz davon abgesehen, können Soziale Stadt-Projekte im Quartier nicht die Weltwirtschaftslage ändern, den Klimawandel aufhalten und die demographische Entwicklung umkehren. Will sagen, prüfen Sie bitte Ihre Erwartungshaltung und generalisieren Sie nicht. Soziale Stadt ist kein Allheilmittel, das Programm wirkt im Kleinen, hat aber dennoch gesamtgesellschaftlich einen positiven Effekt.

  4. Kommentare von thombar:

    die soziale stadt – ein schlechter witz!

    ich wohne am mehringplatz in kreuzberg! hier hat weder das qm, noch das programm die soziale stadt die situation entschärfen können! das qm veranstalet kaffekränzchen bei denen die migranten unter sich bleiben und auch nur ihre heimatsprache sprechen. ansonsten verpulvert man steuergeld in möglichst hohen beträgen (macht weniger verwaltungsarbeit)an immer dieselben unternehmen, die noch dazu hier nicht ansässig sind!

    dank der antiintegrativen wirkung des qm´s hat sich hier eine stimmung breit gemacht, die man nur noch als hart an der gewalttätigkeit bezeichnen kann. es vergeht kein tag an dem es nicht zu auseinandersetzungen zwischen den ethnien kommt! alte, behinderte und auch ganz normale menschen trauen sich nach einbruch der dunkelheit einfach nicht mehr aus dem haus!

    gegen diese zustände hilft es auch nicht den bezirk, wie vom senat, den qm´s und den wohnungsbau- gesellschaften forciert, den kiez mit kunst aufzuhübschen!

    das erinnert nur an den mittelalterlichen ablasshandel, mit dem die versäumnisse der politik bei der integration kosmetisch überdeckt werden sollen!

    da das qm und das programm soziale stadt die situation also eher noch zugespitzt hat, bin ich dafür diese verschwendung von steuergeldern und das festzementieren der qm-jobs zugunsten einer sinnvollen jugendarbeit zu beenden!

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